AdWords Display Kampagnen: HTML5 Banner mit dem Google Web Designer erstellen

respekt Team  •  November 20, 2015 at 1:03 pm  •  0 Comments

HTML5 Banner für Google AdWords

Im Juli 2015 begann der nicht mehr aufzuhaltende Untergang für die einstige Vorzeigetechnologie von Adobe. Flash-Inhalte wurden von Firefox für mehrere Tage blockiert und spätestens seit dem 1. September 2015 ist es amtlich. Der Google Chrome Browser stellt animierte Flash Banner nur noch auf Nutzeraufforderung dar, d.h. der Banner ist so lange statisch bis der User ihn anklickt. Außerdem schränkt der ständig wachsende Anteil von mobilen Endgeräten wie Smartphones und Tablets, auf denen kein Flash verfügbar ist, die Reichweite von Flash-Werbemitteln immens ein. Wer sich also Conversions bzw. den maximalen Impact seiner Marketingstrategie durch animierte Banner erhofft, kann Adobe Flash zukünftig vergessen. Die einzige Alternative bietet HTML5.

 

Wie kann man bereits bestehende Flash Banner am schnellsten in HTML5 konvertieren?

Ein bereits bestehendes Flash Banner Set lässt sich mit Tools wie Swiffy von Google Labs in HTML5 bzw. in eine SVG-Datei konvertieren. Da die Entwicklung von Swiffy jedoch noch in den Kinderschuhen steckt, ist das noch mit Problemen verbunden. Es werden z.B. noch nicht alle Funktionen von Flash unterstützt, sodass sich derzeit nur ausgewählte SWF-Dateien umwandeln lassen. Google zeigt auf seiner Seite für Developers einige Beispiele der Umwandlung. Des Weiteren sollen die mit Swiffy erstellten Daten im Durchschnitt bis zu 10% größer sein. Das ist vor allem problematisch, da in AdWords die Bannergröße auf 150 kb beschränkt ist. Die einfachste und vor allem kostenfreie Alternative HTML5 Banner Sets zu erstellen bietet derzeit das Google Web Designer Tool.

 

Arbeiten mit GWD (Google Web Designer): Wie setzt man Effekte um?

Zur Bedienung: Wer Erfahrungen mit Adobe Flash oder ähnlichen Animationsprogrammen gesammelt hat, wird sich beim GWD schnell zurechtfinden. Ähnlich wie das Adobe Flash Interface, stellt auch die zentrale Arbeitsoberfläche des GWD eine interaktive Timeline dar, auf der sich die verschiedenen Szenen bequem anlegen und miteinander verknüpfen lassen. Auch HTML5-Unkundigen bietet das Tool durch seinen visuellen Editor, mit dem sich beliebige HTML5-Seiten erstellen lassen, eine perfekte Möglichkeit animierte Werbemittel zu erstellen. HTML-Kennern bietet Google die Möglichkeit den integrierten Code-Editor zu nutzen. Hier ist die Bearbeitung der generierten Quellcodes und auch eigener Dateien möglich. Das Tool hält weitere Werkzeuge bereit um gewünschte Effekte auf Basis von CSS3 leicht umzusetzen. Durch seine intuitive Bedienung ist es auch relativ einfach 3D Effekte zu verwirklichen.

 

Welche Schriften lassen sich im Google Web Designer einbinden?

Wie man es aus anderen Animationsprogrammen gewohnt ist, bietet auch der GWD eine Schaltfläche „Schriftart“ an. Hier werden die Textoptionen bereitgestellt, um eine Standardschriftart oder einen allgemeinen CSS-Stil auszuwählen. Zusätzlich hat man die Möglichkeit, hunderte von kostenlosen Open Source Webschriftarten aus den Google-Schriftarten hinzuzufügen.

Schriften wählen über Google Web Designer
 

Google AdWords Richtlinien für HTML5 Banner

Wenn die Banner über Google AdWords zum Einsatz kommen sollen, gelten ein paar Bestimmungen bevor die Anzeigen geschaltet werden bzw. der Banner überhaupt im Konto hochgeladen werden kann. Einige dieser Bestimmung haben wir kurz zusammengefasst.

Die Länge der Animation darf 30 Sekunden nicht überschreiten
Um das zu gewährleisten musste man früher in Flash noch über Action Script sicherstellen, dass die geforderte Anzahl an Loops nicht überschritten wird. Im GWD kann man dies ganz einfach mit wenigen Klicks einstellen. An jeder Ebene befindet sich eine Schaltfläche (siehe unten) mit der man die Anzahl der Loops bestimmen kann.

Banner Animation im Google Web Designer
 
„Adwords“ als Anzeigenumgebung auswählen und Banner als Zip-Datei hochladen
Um den Spezifikationen von Google AdWords gerecht zu werden, ist es sinnvoll mit dem GWD zu arbeiten. Schon bei der Erstellung einer neuen Datei wird man gefragt, für welche Plattform der Banner erstellt wird. Mit der Angabe werden alle notwendigen Voreinstellungen vom GWD Tool automatisch eingerichtet. Man bekommt direkt eine zip-Datei, die man problemlos hochladen kann. Die Dateinamen dürfen allerdings keine Sonderzeichen enthalten.

Der Banner darf wie schon erwähnt nicht größer als 150 kb sein und ein Meta-Tag für die Anzeigengröße muss eingebunden werden: meta name=“ad.size“ content=“width=300, height=250″.

Alle Bestimmungen gibt es in der AdWords-Werberichtlinien-Hilfe zu Bildanzeigen. Step by Step Tutorials auf Youtube und Anwendungsbeispiele sind in der Google Web Designer-Hilfe zu finden.

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